Haarkamm Ratgeber für Männer | Tipps & Tricks

Haarkamm Ratgeber für Männer

Du, als ambitionierter Anti-Struwwelpeter hast auf jeden Fall schon mal deine Haare gekämmt, oder? Vielleicht machst du’s regelmäßig, vielleicht ab und zu - und vielleicht gehörst du zu den Männern, die sagen: „Pah, Kämmen ist Frauenkram, brauch' ich nicht“. Und ganz abhängig von deiner Haarlänge, deinem Style und deinem Level an Struwwelpetrigkeit hast du mit deiner Meinung Recht oder Unrecht.

In diesem Haarkamm-Ratgeber räumen wir mit Unklarheiten und FakeNews zum Thema Kämmen und Kämme auf und machen dich sattelfest, sodass du deinen Style noch weiter perfektionieren kannst. Ach ja, Bartträger aufgepasst: Wenn du mehr als einen Dreitagebart rockst, solltest du diesen Artikel ebenso unbedingt lesen. Eine zusätzliche Pflichtlektüre für jeden stylebewussten Mann mit Bart findest du in unserem Bartpflege Ratgeber.

Brauchen Männer überhaupt Kämme?

Die wichtigste Frage ganz zuerst. Und sie lässt sich nicht allgemein, aber doch unterm Strich recht einfach beantworten. Trägst du eine pflegeleichte, militärische Kurzhaarfrisur á la Daniel Craig, James Bond? Dann kannst du dir das Geld und die Zeit für Kamm & Kämme womöglich sparen und lieber mit einer süßen Lady ins Kino gehen oder wonach auch immer dir der Sinn steht. Trägst du dein Haar ein wenig länger, mittellang oder sogar eine heftige Matte, dann könnte ein Kamm für dich, je nach Style Ambitionen und Haartyp sicherlich sinnvoll sein - ob zur Vermeidung von lästigen Zotteln und Knoten oder zur Perfektionierung deines Styles.

An dieser Stelle beste Grüße von Elvis Presley. Oder vom Struwwelpeter. Du entscheidest. Schwierig, oder? Nun gut - in unserem Ratgeber stellen wir dir nun die verschiedenen Kammarten und Anwendungszwecke vor, sodass du auf echtem Wissen eine fundierte, ja die für dich individuell beste Entscheidung fällen kannst!

Die verschiedenen Kammarten für Männer

Hier findest du eine Übersicht der verschiedenen Kammarten, die für dich interessant sein werden. Zunächst werden wir im Rahmen des jeweiligen Anwendungszwecks unterscheiden, später wirst du in die Vorzüge der verschiedenen Kammmaterialien eingeweiht.

Bartkamm

Das Wichtigste zuerst. Womöglich ist diese Aussage etwas vorlaut, doch wenn du einen prächtigen Bart trägst, dann ist sie mit Sicherheit nicht abwegig. Für lange Bärte sind Bartkämme so essenziell wie der Ozean für den Blauwal. Denn ohne Kamm wird dein Bart mit zunehmender Länge immer ungepflegter aussehen, in alle möglichen Himmelsrichtungen abstehen und sonstige wilde Kapriolen schlagen. Ein weiterer guter Grund ist ganz banal, nämlich die Sauberkeit.

Beim Kämmen entfernst du nämlich neben Schuppen, abgestorbene Barthaare und (hoffentlich nicht) die Überreste vom Mittagessen. Durch die regelmäßige Pflege werden sich Probleme wie Bartschuppen oder lästige Pickel mit der Zeit von allein erledigen. Ganz nebenbei wird das Haar geschmeidiger und weicher - deiner besseren Hälfte zuliebe. Zu guter Letzt stimuliert regelmäßiges Kämmen die Follikel und das Wachstum verbessert sich.

Taschenkamm

Ein Taschenkamm zeichnet sich durch seine Kompaktheit aus und ist dadurch universell einsetzbar. Für deinen Bart holst du dir am besten einen speziellen Bartkamm, doch zur Not tut es auch ein gewöhnlicher Taschenkamm. Der passt sogar in die Hosentasche. Das perfekte Utensil, damit du auch an langen Bürotagen oder auf Reisen jederzeit, auch bei Wind und Wetter deinen Style korrigieren kannst. Ganz ohne großen Aufwand. Ja, irgendwie ist das Kämmen auch wie eine kleine Spa-Einheit für unterwegs. Für Freunde der omnipräsenten Lebensqualität auch ein Argument.

Herrenkamm

Der Herrenkamm, auch bekannt als Universalkamm, ist der ideale Begleiter für die Mehrheit der Männer, die nämlich eine kurze oder mittellange Frisur tragen. Im Vergleich zu seinem großen Bruder, dem Frisierkamm, ist der Universalkamm etwas weniger robust gebaut. Grundsätzlich gibt es ihn in zwei verschiedenen Ausführungen, entweder durchgehend fein gezahnt oder in zwei Hälften geteilt - die eine sehr fein, die andere etwas gröber gezahnt.

Somit eignet er sich perfekt, um kurzes Haar zu stylen und kleine Knötchen zu lösen. Unverzichtbar, wenn du einen schönen, akkuraten Scheitel ziehen willst. Ob nach dem Duschen, das handtuchtrockene Haar (niemals nasses Haar kämmen!) zähmen oder bei Wind und Wetter deine Frisur wieder in Form zu bringen - es lohnt sich, immer einen Kamm bei sich zu tragen!

Frisierkamm

Wie schon erwähnt ist der Frisierkamm der große Bruder des Herrenkamms. Nicht, dass das eine gute Idee wäre - aber wenn du ein Freund von Eigennutz bei Geschenken bist, haben wir hier das Richtige für den Geburtstag deiner Freundin. Haftung für eventuell teure Scheidungsprozesse können wir an dieser Stelle leider nicht übernehmen. Spaß beiseite - wenn du langes Haar trägst, wirst du im Frisierkamm deinen neuen Kompagnon finden und ihn mit nichts und niemand teilen wollen. Mit seinen weit auseinanderstehenden Zähnen, dem gebogenen Rücken und dem langen Griff ist er das perfekte Tool, um deine wallende, über lange Zeit gewachsene Löwenmähne in Zaum zu halten und in ihrer ganzen Pracht zu bewahren. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten hinsichtlich des Griffs für dich. Am besten probierst du mal verschiedene Frisierkämme aus, denn die Haptik des Griffs spielt eine große Rolle.

Kämmen ist ein tägliches und angenehmes Ritual, wenn du’s richtig machst. Du hast keine Ahnung, was dir entgeht, wenn du’s nie wirklich ausprobieren konntest, weil sich dein Kamm in deiner Hand anfühlt wie ein krummer Ast aus dem Wald nebenan. Der Anwendungszweck des Frisierkamms ist das Bändigen einer massiven Mähne, besonders wenn diese störrisch, gewellt oder gelockt ist. Mit etwas Fein- und Fingerspitzengefühl wirst du es damit hinbekommen, Knoten zu lösen, krauses Haar zu entwirren und Locken zu definieren. Fingerspitzengefühl! Niemals ziehen und zerren. Haare kämmen ist wie Spa, quasi ein heiliges Ritual.

Wer schön sein will, muss nicht leiden, im Gegenteil. Daher: Nicht den Kamm mit roher Gewalt durch dein mühsam und geduldig gezüchtetes Haar reißen, sondern sanft mit den Händen dagegenhalten, unten an den Haaren beginnen und vorsichtig nach oben vortasten.

Männer Kamm für kurze Haare

Für kurze Haare empfehlen sich vor allem sehr engzähnige Kämme. Mit einem sehr groben Frisierkamm wirst du die Haare kaum erwischen und somit Probleme beim Styling haben. Mit einem gewöhnlichen Taschen- oder Universalkamm hingegen bist du perfekt gewappnet. Egal, ob zum Primärstyling morgens vor der Arbeit oder untertags, um die vom Alltagsstress (Stichwort Haare raufen) in Mitleidenschaft gezogene Frise wieder in Ordnung zu bringen. Dein feiner Kamm ist dein perfekter Begleiter. Wenn du noch dazu einen Bart trägst, kannst du dich bei der Gelegenheit gleich noch um diesen kümmern. Er freut sich bestimmt über etwas Aufmerksamkeit und wird es dir mit einem unvergleichlichen Look und sanfter Haptik zurückzahlen.

Männer Kamm für lange Haare

Für lange Haare benötigst du unbedingt einen grobzahnigen Frisierkamm. Ein zu feiner Kamm richtet hier nur Schaden an, wie die Axt im Walde. Und deine geduldig, wie ein Fichtenwald aufgezogene Mähne hat das nicht verdient. Ein grobzahniger Kamm hingegen ist perfekt, um Zotteln und Knoten zu entfernen und dein Haar in Form zu bringen sowie in Schuss zu halten. Schließlich willst du nicht aussehen wie der Struwwelpeter - doch besonders langes Haar benötigt auch besondere Pflege, die über das übliche Maß hinausgeht. Im Hinblick auf das Material empfehlen wir dir hier klar ein Antistatisches wie Holz. Außer du willst auf Aliensuche gehen, dann können ein paar senkrecht hochstehende Antennen und haarige Fühler sicherlich nicht schaden.

Kamm für den Bart

Für Bartträger sind Kämme aus Holz ideal, denn hier ist die statische Aufladung geringer als z.B. bei Plastikkämmen. Sofern du also nicht zu Mr. Thunderbeard werden willst, klare Empfehlung: Holzkamm. Sieht eh stylisch aus, oder? Je nach Bartlänge solltest du auf einen anderen Kamm hinsichtlich der Zinkenbreite zurückgreifen. Als Faustregel gilt hier: Je länger der Bart, desto weiter sollten die Zinken auseinander stehen. Ausnahme: Oberlippenbart. Hier solltest du eher feinere, schmale Zinken verwenden.

Welche unterschiedlichen Materialien gibt es?

Je nach Budget sowie deinen Anforderungen an Optik und Haptik des Kammes, sowie nicht zuletzt dem gewünschten Frisierergebnis gibt es verschiedene Materialien, die dir zur Auswahl stehen. Im Folgenden werden wir dir auch hier einen Überblick geben, aufgrund dessen du eine rationale Entscheidung beim Kauf deines Kammes, für welchen Zweck auch immer, treffen kannst.

Kamm aus Metall

Metallkämme werden meist aus dem leichten und korrosionsbeständigen Werkstoff Aluminium hergestellt, aber auch Edelstahlkämme sind gängig. Diese sind sehr robust und lassen sich durch ihre Unempfindlichkeit gegenüber Wasser recht leicht reinigen. Aus diesem Grund sind sie z.B. bei Friseuren nicht unbeliebt.

Kamm aus Kunststoff / Synthetik

Auch Kunststoffkämme zeichnen sich durch einfache Reinigung aus. Sie sind Wasser gegenüber unempfindlich und dazu recht günstig. Für Einsteiger eine gute Möglichkeit. Beachte allerdings, dass Kunststoffkämme dazu neigen, dir einen Antennenlook zu verpassen, denn sie sind nicht antistatisch und laden daher deine Haare elektrisch auf.

Kamm aus Holz

Kämme aus Holz sind in erster Linie schon mal eins: Mega cool. Was gibt es Schöneres, als mit einem organischen Werkstoff wie Holz durch deine (organische) Matte zu fahren und dich so im Einklang mit der Natur zu pflegen? Ok, genug romantisches Gesülze. Wenn du eher der Pragmatiker bist, haben wir trotzdem ein gutes Argument für den Holzkamm: Mit ihm bekommst du eine besonders schonende und sanfte Pflege hin. Zudem ist Holz antistatisch. Die Antennen bleiben also eingefahren und du brauchst keine Angst vor plötzlichen extraterrestrischen Kontaktaufnahmen haben.

Kamm aus Kohlenstoff

Kämme aus Kohlenstoff (auch bekannt als „Carbon“) sind qualitativ hochwertige und bruchfeste Stylingtools. Aufgrund ihrer Hitzeresistenz ideal geeignet, um während dem Föhnen zu stylen, zeichnen sie sich zusätzlich noch durch geringen Reinigungsaufwand dank antibakterieller Oberfläche aus. Und zu guter Letzt - auch hier brauchst du dir um fliegende Haare aufgrund statischer Aufladung keine Gedanken zu machen.

Kamm aus Horn

Für die Freunde der Natur kommt zum Abschluss noch ein echter Leckerbissen: Der Hornkamm. Horn und Haar bestehen aus dem gleichen Grundmaterial. Daher eignet dieser besondere Kamm sich auch sehr gut für eine schonende Haarpflege. Er pflegt und revitalisiert das Haar, wodurch mit der Zeit ein natürlicher Glanz entstehen kann. Und auch hier - Antistatik. Ein tolles Material. Beachte allerdings, ähnlich wie beim Holz, den Pflegeaufwand. Als Naturprodukt wird dir dein Hornkamm die etwas höhere Aufmerksamkeit danken.

Wann sollte man eine Haarbürste oder einen Kamm verwenden?

Ganz kurz und knapp erklärt: Eine Bürste verwendest du eher für die Entwirrung, Pflege und Stimulierung der Haarfollikel, während der Kamm seine Stärke am besten beim Styling, bei der Formgebung, also dem Feintuning deines Looks entfalten kann. In unserem Ratgeber zum Thema Bürsten erfährst du mehr zu diesem Thema.

Haarkämme richtig pflegen

Du hast jetzt gelernt, welcher Kamm für dich der Geeignete ist. Mit der Zeit wirst du ihn lieben lernen und als eines deiner täglichen Rituale etablieren und nicht mehr missen wollen. Das bedeutet viel Arbeit für dein Schönheitstool und wie ein altes Sprichwort besagt: Wo gehobelt wird, da fallen auch Späne. Haare, Schuppen und Schmutz finden in deinem Kamm mit der Zeit ein neues Zuhause - und sofern du nicht das Hygieneniveau einer Wildschweinrotte pflegst, könnte dich das mit der Zeit etwas stören. Eine kleine Reinigungsanleitung bekommst du hier von uns.

Entferne zunächst ausgerissene Haare, die sich in den Zähnen verfangen haben, mit deinen Fingern. Dies sollte recht leicht gehen - sollte sich eines störrisch verfangen haben, lockere es mit einem Zahnstocher, einer Nadel oder einem anderen dünnen Gegenstand.

Für etwas hartnäckigere Verunreinigungen kannst du den Kamm anschließend in eine milde Reinigungslösung mit warmem Wasser geben. Dazu eignet sich zum Beispiel Geschirrspülmittel oder Shampoo. Ein kleiner Klecks davon in einer Schale warmen Wassers ist völlig ausreichend. Lass es etwas einwirken und reinige die Zinken anschließend mit einer Zahnbürste. Nach dem gründlichen Schrubben nochmal sauber abspülen und die Reste deiner Reinigungslösung entfernen, trocken tupfen oder lufttrocknen lassen - fertig.

Wichtig: Bei Holzkämmen solltest du jedoch längeren Wasserkontakt vermeiden! Haare, wie zu Beginn beschrieben, mit den Fingern und/oder Zahnstocher/Nadel entfernen, kurz unter Wasser abspülen und mit einer Zahnbürste sauber schrubben. Danach beim Abtrocknen lieber ein bisschen zu viel als zu wenig Aufmerksamkeit spenden. Ein aufgeweichter Holzkamm ist nämlich ein Fall für die Müllabfuhr.

Fazit: Kamm Ratgeber für Männer

Du weißt nun, wie du, abhängig von deinen individuellen Vorstellungen und Bedürfnissen, den richtigen Kamm für dich und deine Haare auswählen kannst. Ob für Bart oder Kopfhaar, du hast eine breite Auswahl an verschiedenen Zahntypen und Materialien zur Verfügung. Pragmatisch, stylisch oder einfach nur praktisch für unterwegs und jederzeit - für jeden Mann gibt es den geeigneten Kamm, ob kurzes oder langes Haar. Lediglich glatzköpfige Bartlose müssen wir enttäuschen. Falls du dann jedoch eines Tages die Liebe zum Haar entdecken solltest - vergiss nicht, dir gleich noch den passenden Kamm zu besorgen!

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